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Bild von Reiffenstein
Carl Theodor Reiffenstein (1820-1893)
Landschaftsmaler und Frankfurter Bildchronist
Reiffensteins „Sammlung Frankfurter Ansichten“ gehört zum Gründungsbestand des Historischen Museums. Der Künster verkaufte sie 1877 der Stadt. In 2.000 Aquarellen und Zeichnungen sowie auf 2.400 Manuskriptseiten hielt er das alte Frankfurt fest.

Suchergebnis für Rosenberg

Band 7, Seite 75
Rosenberg | Rosenberger Einung | Schelmenhof
Klostergasse 26
A.29
9. Mai 1861
Ueber der Eingangsthür 1687.
Unter dem Basrelief
Hie zum Rosenbergen.
1615.
Band 7
Statue, Christus als Gärtner
Unter dem Hause führt ein Thorweg in den geräumigen Hof, in welchem ein kleines, um einige Fuß erhöhtes Gärtchen angebracht ist, hier stand früher eine Statue, Christus als Gärtner, die nachher weggenommen und eine Zeitlang in einem Hofe eines Hauses in [der] Schüppengasse aufgestellt war, wenn ich nicht irre, war sie vom Domt[urm?]. Hinter den Gebäuden nach der Judengasse hin zieht die Stadtmauer, auf mächtige Bogen gestellt;, sie wurde in den Jahren 1711-13 neu von der Judenschaft aufgeführt, da sie bei dem Brande der Judengasse, der in gedachten Jahren dieselbe beinahe ganz einäscherte und zerstörte, nur theilweise eingestürzt war. Auf die Länge von ungefähr 80 ‘ läßt sie ein kleines Höfchen frei, das einen höchst alterthümlichen Eindruck macht, s. Ab. [R0290] Die Mauer ist theilweise aus den Bruchstücken zerstörter Gebäude aufgeführt, wie ein
Band 7
Verzierter Stein in der Stadtmauer
verzierter Stein, s. Ab.[R0292]?, zeigt. Eine Menge behauener Steine, fast sämmtlich mit der Außenseite nach Innen gelegt, finden sich eingebaut. Es lag nahe, daß man bei dem Neubau die umherliegenden Steine der zerstörten alten Bauten benutzte.
Von Zeit zu Zeit finden sich städtische Adler eingemauert, welche die Jahreszahl 1712-13 tragen.
Im Inneren des Hauses finden wir schöne lange und hohe Gänge sowie hohe und geräumige Zimmer. Die Holzarbeit
Band 7, Seite 76a
Rosenberger Einigung
Klostergasse 26
A.29
23. September 1880
Die neuen Einrichtungen haben beinahe sämmtliche ältere Spuren der Gebäude vernichtet. Das alte Holzwerk ist theilweise entfernt, theilweise frisch angestrichen.
Das alte Thor mit seinem Sprechgitterchen durch ein neues ersetzt, unter der Thordurchfahrt das Wappen an dem Durchzugsbalken (Hund) entfernt, die Räume verändert, kurz: alles neugestaltet.
[Von der Chronologie abweichende Paginierung C. K.]
Band 7, Seite 77
Dominikaner Kloster
Klostergasse 14 | Klostergasse 16 | Klostergasse 18 | Klostergasse 20 | Klostergasse 22 | Klostergasse 24
A.30 | A.31 | A.32 | A.33 | A.34 | A.35
Mai 1859
Beifolgendes Wappen mit der Jahreszahl 1679 befindet sich über zwei Thüren des Erdgeschosses an den in der Klostergasse gelegenen, zu dem Dominikanerkloster gehörigen Häusern A.33, A.34. Unter den Fenstern des ersten Stocks ist in vier eisernen Ankern die Zahl 1680 dargestellt. Das Dach dieser Gebäude brannte im Jahr 1852 Nachmittags ab und wurde in seiner jetzigen Form hergestellt, vorher waren es schöne kleine alte Zwerggiebel.
Eine steinerne Platte, s. Abb. [R1081], an der nach dem Hofe zu gelegenen Giebelwand des kleinen Ausbaues mit Scharten in der Ringmauer (jetzt Abtritte), trägt die Jahreszahl F. 1711. F. und stammt aller Wahrscheinlichkeit nach von dem damals stattgehabten großen Brande her.
Vergl. die Abb. [R0274], welche das Gebäude von der Judengasse aus gesehen, zeigt.
Es wurde vielleicht der obere Theil des Gebäudes zerstört und in Giebelform neu aufgemauert und soll das F. das städtische Eigenthum ausdrücken. S. Abb., Fig. 1. [R1081]
Sodann Abb. 2. [R1081] Wappen an einem Gebäude, welches an die Stadtmauer anstößt. 1732 über einer Thür.
Hinter dem Kloster der ganzen Länge nach zieht wohlerhalten die Stadtmauer her, welche bei dem Brande, der der Judenbrand hieß, stark beschädigt worden seyn muß und theilweise neu aufgeführt wurde. S. den Artikel Rosenberger Einung.
Abb. 3. [R1076] Ein Wappen, auf dem sich eine Fackel und