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Bild von Reiffenstein
Carl Theodor Reiffenstein (1820-1893)
Landschaftsmaler und Frankfurter Bildchronist
Reiffensteins „Sammlung Frankfurter Ansichten“ gehört zum Gründungsbestand des Historischen Museums. Der Künster verkaufte sie 1877 der Stadt. In 2.000 Aquarellen und Zeichnungen sowie auf 2.400 Manuskriptseiten hielt er das alte Frankfurt fest.

Suchergebnis für Hainerhof

Band 7, Seite 23
Goldner Hühnerfuss | Alter Schweitzer | Hainerhof
Kannengiesergasse 10
L.183
Juli 1859
Die in die Kannengiessergasse stoßende Seite ist reich verziert, wie aus der Abbildung [R0237] zu ersehen ist. Sie stammt nebst der ganzen Umgestaltung des Hauses aus dem Jahre 1621, wie die Jahreszahl ausweist, die sich im Hainerhof über der Thüre eingehauen befindet und sich in der Kannengiessergasse wiederholt. Die beiden hier abgebildeten Zeichen stehen neben einer zugemauerten Fensteröffnung über der Hausthür und darunter zu beiden Seiten getheilt 1621. Es ist wichtig, hier bei diesen so charakteristisch ausgesprochenen Ornamenten die Jahreszahl zu haben, weil sie Aufschluß über viele dahier aus gleicher Zeit stammenden Bauten gibt, an welchen die Jahreszahlen nicht aufzufinden sind.
Die beigegebenen Abbildungen [R1180] [R1401] sind wahrscheinlich Hausmarken oder Handwerkszeichen.
Früher muß das Haus nach dem Hainerhof hin (Alter Schweizer) in seinem unteren Stock eine offene Halle gebildet haben, welche mit Spitzbogen überwölbt war, denn noch vor mehreren Jahren habe ich dieselben selbst gesehen, ehe der neue Kalkputz dieselben verdeckte. Wahrscheinlich wurden im Jahr 1621 diese Bogen vermauert und die
Band 8, Seite [48]
(Spuren solcher Fenster fand ich einen halben Flügel auf der Friedbergergasse 9, C.121, s.d. das Zweite im Hainerhof, s.d. Abbild. [R0216])
Der Deutlichkeit wegen gebe ich hier eine Zeichnung des ersten und zweiten Stocks, und zwar im Durchschnitt perspektivisch dargestellt, welche besser als alle Beschreibungen die Sache erläutert. Die ganze Einrichtung sammt dem Fenster scheint mir aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts zu sein und ist wahrscheinlich in den alten Bau aus dem 16. Jahrh. hineingestellt. Ich vermuthe dieß aus dem Vorhandensein der größeren Scheiben, welche mit den runden abwechseln; es sind Spiegelscheiben, die vor jener Zeit meines Wissens nicht angefertigt wurden. Wäre das Fenster älter, so müßten es lauter runde Scheiben sein.
Auch die gedrehten Holzstäbe an den Gallerien deuten auf den Anfang des 18. Jahrh.
Früher mögen mehr derartige Einrichtungen hier mehrfach vorgekommen sein. Höfe mit umlaufenden Gallerien in den verschiedenen Stockwerken gibt es selbst jetzt noch, allein auch sie werden immer seltener.
Auf der beiliegenden Skizze ist noch ein Theil der Gallerien des dritten Stocks sichtbar.
Aus der Vergleichung der beiden Abbildungen [R1111] [R0589], hoffe ich, wird ein ziemlich deutliches
Band 10, Seite 363
Steinbilder und Holzschnitzereien
[kein Datum]
Die Säulencapitele in der Saalhofscapelle - Stein
Die Steinfiguren an der Nicolaikirche - Stein
Die Figuren und der Adler vom ehemaligen Galgenthor - Stein
Der Tragstein am Schlachthaus und der Ochsenkopf daselbst
Der Stein in der Stadtmauer hinter dem Dominicanerkloster
Die Mönchsfigur aus den Drei Sauköpfen - Stein
Die Portale in der Leonhardskirche - Stein
Verschiedenes an den Röderhöfen, Capitele in Seckbach liegend
Madonna und Sonstiges am Steinernen Haus - Stein
Holzschnitzereien aus der Michaelscapelle - Holz
Auf dem Kühhorns Hof am Brunnen - Stein
Figuren und Ornamente am Dom - Stein
In der Liebfrauenkirche - Holz, Stein
In der Weißfrauenkirche - Stein
Im Carmeliterkloster - Stein
Am Eschenheimerthurm, Köpfchen - Stein
Im Johanniterhof und Kirche - Stein
Im Haus I.140, Markt - Holzschnitzerei
Grabsteine im Dom und anderen Kirchen - Stein
Bernhardscapelle im Hainerhof - Stein
Madonna an der Leonhardskirche - Stein
Weihwasserbecken daselbst - Stein
Madonna im Carmeliterkloster - Holz
Im großen Speicher - Holz
Im Fürsteneck - Holz
Im Rebstock, Wahrzeichen - Stein
Im Krimvogel - Stein
Am Leinwandhaus, Schlagleiste - Holz
Liebfrauenkirche, Chorstühle - Holz
Tragstein I.168, Mainzergasse
Altgasse C.129, Kopf oben in der Brandmauer - Stein
Hund in Sachsenhausen, Wahrzeichen - Stein
Löwe mit Wappen, Judenmauer, Prellstein - Stein
Band 12, Seite F7
Alter Spengler | Gr. Weidenbusch
Fahrgasse | Fahrgasse 39
L.22
7. September 1888
Bei dem in der Nacht vom 4. - 5. Juli stattgehabten Brande, welcher den Dachstuhl zerstörte, blieb dasselbe in seinen verkohlten Sparren bis gestern Nacht stehen und stürzte gen 3 Uhr ein Theil des freistehenden Gebälkes mit donnerndem Getöse zusammen, so daß um 4 Uhr die Feuerwehr ausrücken mußte um weiterem Einsturz vorzubeugen.
Es war eines der älteren Häuser in der Fahrgasse, ohne weitere interessante Merkmale aufzuweisen. Das Haus bildet das Eck der Fahrgasse mit dem Plätzchen am gold. Löwen (Würtemberger Hof) und befindet sich in der Ecke an letztgenanntem Hause eine Allmey, welche der Richtung des ehemaligen Stadtgrabens folgt und bei dem Hause zur Eule im Hainerhof mündet, von wo aus eine Thüre und Fenster nebst einem Kellereingang, der zu diesem Hause gehört, sichtbar werden. s. Würtemberger Hof, sowie Eule.
Band 12, Seite H3
Goldner Löwe | Hainerhof | Hinterhaus im Hainerhof
16. Juni 1873
Das im hintersten Winkel des Hofes links hereinspringende Eck gehört zu dem Gold. Löwen und trägt in dem Gewand der Thüre und dem darüber befindlichen vergitterten Fenster ältere Spuren zur Schau. Die Thüre ist, wie es scheint, seit langer Zeit außer Gebrauch und samt dem darüber befindlichen Gitter mit Spinnweben und Staub eingewebt. Den alterthümlichen abgeschlossenen Charakter, den der Hof früher besaß, hat er seit längerer Zeit verloren, namentlich auch durch die Entfernung des Ziehbrunnens sammt seinem Zubehör. Gegen Ende des Jahres 1884 wurde derselbe abgebrochen und damit der ganze Eindruck verwischt.
Band 12, Seite H5
Eule | Hainerhof
Hainerhof 8
L.178
16. Juni 1873
Das Haus hat noch ein zweites Höfchen nach dem Allment hin, welches den ehemaligen Stadtgraben bezeichnet. Durch eine in diesem Höfchen befindliche Thür konnte man in den Keller und in die unteren Räume gelangen. Alles ist sehr verkommen, wüste und baufällig und konnte ich leicht über die Mauer, welche den Garten des Würtemberger Hofes (gold. Löwen) von dem Höfchen trennt, hineingelangen. Der untere Theil des Hauses ist unbewohnt.
Band 12, Seite H13
Brunnen | Hainerhof | Hainerhof
4. April 1884
Seit ungefähr 6 Monaten hat man den alten schönen Ziehbrunnen entfernt, was ich zufällig erfuhr, als ich heute vorbeiging und denselben nicht mehr gewahrte. S. Band 6, p. 13.
Band 12.2
Der Hainerhof-Brunnen
hatte noch das alte steinerne Ziehbrunnengestell, in das später eine Pumpe hineingestellt worden war, vollständig erhalten bis es gegen Ende des Jahres 1884 entfernt wurde. Näheres bei meiner Beschreibung des Hainerhofes.
Batton III.158.