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Inhaltsverzeichnis

Bild von Reiffenstein
Carl Theodor Reiffenstein (1820-1893)
Landschaftsmaler und Frankfurter Bildchronist
Reiffensteins „Sammlung Frankfurter Ansichten“ gehört zum Gründungsbestand des Historischen Museums. Der Künster verkaufte sie 1877 der Stadt. In 2.000 Aquarellen und Zeichnungen sowie auf 2.400 Manuskriptseiten hielt er das alte Frankfurt fest.

Suchergebnis für Greif

Band 7
X 1642 18. Mai
Wird ein Dritttheil der Behausung Gross Braunfels verkauft um 3900 fl.; der Verkäufer ist Hartmann Greiff und seine Schwester Marie, die Käuferin Frau Barbara Rosine des verstorbenen Rechtsgelehrten Dr. Jacob Greiff nachgelassene Wittwe.
Band 7, Seite 229
Jungfer Marie Adelheid Rosina Greiff, der vorigen Schwester als sämmtliche von Johann Philipp und Jungfer Margarethe Greiff und Frau Anna Rosina Bronun geb. Greiff allen dreien seel. intestirt. Testaments-Erben.
Band 8, Seite 94a
Markt 7 | Markt 9 | Markt 11
[M.195] | [M.194] | [M.193]
16. Juli 1880
Bei Gelegenheit von Canalarbeiten stellte es sich heraus, daß die Kellerräume dieser Häuser sich in ziemlich beträchtlicher Ausdehnung vor denselben unter die Straße ziehen, auch theilweise aus zwei übereinander liegenden Gewölben bestehen. Ebenso ist es mit dem gegenüberliegenden Hause 10, L.152, dessen Keller ebenfalls weit vor die Fronte heraus unter die Straße tritt und sogar unter derselben einen alten Schrotgang hat, der vermauert ist. Es scheint demnach dieselbe früher viel schmäler gewesen zu seyn und ist vielleicht erst später verbreitert worden. Mehrfach greifen die Keller der Häuser unter die benachbarten Besitzthümer. S. Ab. So geht z.B. der Keller des Hauses [Markt] 9 unter dem Hause [Markt] 7 weg und reicht daselbst weit in die Straße hinaus.
[Von der Chronologie abweichende Paginierung C. K.]
Band 8, Seite 187
und die über der Treppenthüre desselben Hauses eingehauene Jahreszahl 1607 zeigt offenbar nur eine Restauration, nicht aber die Vereinigung an, bei welcher Wiederherstellung aber (vielleicht nach einem Brande) das Haus sein jetziges Aussehen erhielt. Das Innere bietet die merkwürdigsten ineinanderlaufenden Räumlichkeiten dar, welche in Treppchen und Gängen vielfach in einander greifend, die Verbindung beider Häuser herstellen, namentlich gilt dieß von einer nach dem Hofe früher offenen, jetzt aber mit Fenstern geschlossenen Gallerie in 2 Stockwerken. Wie die Wohnung eines Allchymisten sahen die einzelnen, nach dem Hofe gelegenen Stuben aus, welche meistens noch mit runden Fensterscheiben versehen sind, und mit allerhand gerade im Ausräumen zusammengestelltem Geräth einen merkwürdig malerischen Eindruck machten. Einige alte hölzerne Schränke aus der Renovationszeit der Häuser vermehrten mit ihren offenstehenden gekehlten Thüren und durch Alter geschwärtztem Inneren den Eindruck des Alterthums nicht wenig, namentlich aber die in allen Räumen befindlichen Gerüste und Stellagen, welche mächtige Flaschen und Retorten tragen und vielleicht hier seit undenklicher Zeit ihren staubigen Platz behaupteten. Auf den Speichern ist sich kaum zurecht zu finden, namentlich im Vorderhaus, dessen schon einmal erwähnter steiler Giebel einer der höchsten in der Stadt ist. Beinahe sämmt-
Band 10, Seite 75
Abt
Sackgasse 1
K.120
März 1859
Dieses Haus bildet das Eck der Sackgasse mit dem Gäßchen, welches Im Sack genannt wird, von der Neugasse nach der hinteren Mauer des Nürnbergerhofes führt und daselbst in einem rechten Winkel die von der Schnurgasse herkommende Mörsergasse aufnimmt.
Unter dem ersten Stock auf dem Eck wird der Ueberhang durch einen Tragstein vermittelt, welcher ein überaus zierlich ausgeführtes Wappen trägt, dessen Schild Schreinerwerkzeug enthält, auf dessen Helm die Figur eines Mönchs angebracht ist und das von zwei Greifen gehalten wird; oben über demselben auf der Gesimsplatte steht eingehauen
O . APT . DV . HAST . DEINE . LAST.
Ein Reim, den ich nicht zu deuten weiß.
Jedenfalls ist das Haus von einem Schreiner gebaut, wie das Werkzeug auf dem Tragstein genugsam bekundet;auch die Engelsköpfe, welche als Schlußsteine in den übrigen Fensterbogen des massiven Erdgeschosses angebracht sind, verdienen alle Beachtung, indem sie von einer Meisterhand herrühren. Ebenso ist der Uebergang aus dem Viereck in eine runde Säule im Eck des Hauses neben der Thür geschmackvoll vermittelt, siehe Abb., welche das Wappen und den Anfang der Ecksäule zeigt. Ich kenne das Haus seit meiner Jugendzeit, es war immer von einem Schreiner bewohnt und ist es noch bis auf den heutigen Tag.
Am 2. Juli 1736 verkauft das Pflegamt des Armenhauses das Haus an Dietrich Sieffard,
Band 10, Seite 255
Gross Lindenfels | Greiffenstein | Grünes Haus
Schnurgasse 54
G.73
[kein Datum]
In diesem Hause wurde der als Kunsthistoriker und Kritiker rühmlichst bekannte David Passavant, Inspector des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main geboren, 18. Sept. 1787.
Dieser Umstand und der schöne Einblick, den man von den Fenstern des Ganges im ersten Stock des Hinterhauses nach dem Nachbarhause [Schnurgasse] 52 hat, bewog mich, die unter dem Hause 52 aufgeführte Zeichnung anzufertigen. S.d.
So hat Passavant wahrscheinlich in seiner Jugend diese Aussicht täglich vor Augen gehabt, und ich glaube, daß sie sowohl als der Einblick in die alterthümliche Schnurgasse nicht wenig dazu beigetragen hat, der reizenden Schilderung, die er in seiner Selbstbiographie von seiner Vaterstadt und dem Leben daselbst entwirft, den Hintergrund zu vertiefen.
Von jeher hatte es für mich ein ganz besonderes Interessse, den Jugendaufenthalt hervorragender Menschen kennen zu lernen, denn die durch Localitäten empfangenen Eindrücke haften bekanntlich am längsten und geben manchen Aufschluß über spätere Anschauungs- und Empfindungsweise. Selten versäumte ich eine solche Gelegenheit und habe daraus schon manchen reinen Gewinn gezogen.
Siehe auch:
Band 10, Seite 309
mauer, welche das Haus von dem Nebenhause 45 trennt, war außerordentlich dick und im Erdgeschoß auf Bogen gestellt.
Weiter hat sich bei dem Abbruch ergeben, daß sämmtliche Balken und Holzwerk des Hauses geschnitzt waren, wie ich immer richtig vermuthet hatte, und daß die Frescomalereien sowie der Schiefersteinbeschlag dem vorigen Jahrh. angehören und das Haus früher in seinem Originalzustande in Holzarchitektur dastand. Die meisten Häuser unserer Stadt wurden im vorigen Jahrh. bemalt, und bei allem trug diese Malerei, welche auf eine schreckliche und sinnentstellende Art durch falsche Anwendung der Perspektive die Wandflächen gräßlich zerriß und unruhig machte, denselben Charakter. Namentlich war es der Maler Conrad Unsin, welcher ohne allen Geschmack und Feinheitsgefühl Sünden auf Sünden häufte, wie es sich denn von einem Menschen, der kaum seinen eignen Namen zu schreiben vermochte, gar nicht anders erwarten ließ. s. Rother Engel, Hirschgraben. Ich für meinen Theil konnte es mir anfänglich gar nicht zusammenreimen, daß eine Bauperiode, die so fein in der Erfindung wie diejenige war, welcher das Haus seine Entstehung verdankte, und die mit soviel Geschmack und Reiz aufzutreten wußte, zu so abgeschmackten äußeren Mitteln eines falschen Schmucks sollte greifen können und begrüßte deßhalb vor Jahren schon mit Jubel die Entdeckung meines Irrthums in dieser Beziehung, als ich zum Erstenmale fand, daß unter diesen Malereien stets alte
Band 11, Seite 217
Greif
Zeil 44
D.17
April 1860
Dieses alterthümliche Haus, von dem ich Band 4.456 eine Abbildung auf dem Blatte, das die Vorderseite des Darmstädter Hofes darstellt, gegeben habe, wurde im Jahr 1832, nachdem die Häuser D.82, D.83, D.84, Stiftsstr. 5, dazugekauft waren, niedergerissen und von Grund auf zu einem einzigen Hause neu auferbaut.
Band 12.2, Seite 4
vor dem Eintritt in den Dienst zu ermitteln gesucht, ob die Wohnung im Anschluß an die Wasserleitung stehe, worauf in etwaigem noch vorkommenden Verneinungsfall lieber auf ein Dienstverhältniß verzichtet wird als sich der ganz fremdgewordenen und beschwerlichen Arbeit des Wasserholens zu unterziehen.
In dem 1821 bei Sauerländer dahier erschienen kleinen Schriftchen „Topographischer Ueberblick der Stadt Frankfurt am Main“ von Ludwig Frank, dem damaligen Hypothekenbuchführer, auf das ich hiermit verweise, findet sich eine vollständige Aufzählung aller damaligen öffentlichen Brunnen im Inneren der Stadt und Sachsenhausens, und ich greife nun diejenigen heraus, welche mir noch aus eigener Anschauung scharf im Gedächtniß geblieben sind und besondere Eigenthümlichkeiten zur Schau trugen.
Es gehören dahin nun