7. September 1886
An dem an das Haupthaus sich anschließenden älteren Gebäude habe ich bei genauerer Untersuchung gefunden, daß der steinerne Unterbau aus den Abbruchstücken eines viel älteren Baues aufgeführt ist; wie es scheint, war derselbe gleichzeitig mit dem Thorhaus, indem an den Bruchstücken spätgoth. Profile vorkommen, theils aus Sandstein, theils aus blauen Bockenheimer Steinen.
An diesem Hause war ein Gewölbe angeschlossen, das gleichzeitig mit ihm erbaut scheint und die Bauweise des 18. Jahrh. zeigt. Bald wird alles verschwunden seyn.
Vor dem Haupthause steht ein aus dem Anfang des vorigen Jahrh. herrührender Bau, über dessen Eingangsthür [sich] in Stein gehauen das Textor‘sche Wappen befindet, s. d. Artikel Friedbergergasse, Textor‘sches Haus.
Auch diesem Gebäude droht der Untergang und schwindet mit ihm der letzte Rest der Erinnerungen an die Familie Textor und Goethe. Die Nebenbauten um das Haupthaus herum und nach der Stelzengasse hin liegen alle bereits nieder, und ist die ganze Stätte bald nicht wieder zu erkennen.