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Inhaltsverzeichnis

Bild von Reiffenstein
Carl Theodor Reiffenstein (1820-1893)
Landschaftsmaler und Frankfurter Bildchronist
Reiffensteins „Sammlung Frankfurter Ansichten“ gehört zum Gründungsbestand des Historischen Museums. Der Künster verkaufte sie 1877 der Stadt. In 2.000 Aquarellen und Zeichnungen sowie auf 2.400 Manuskriptseiten hielt er das alte Frankfurt fest.

Suchergebnis für Stein

Band 12, Seite R27
Rattengasse | Rattengasse
17. März 1885
Das Bild stellt den Zustand der Gasse nach einer im Jahre 1842 angefertigten Zeichnung dar, es sind darin seit jener Zeit einige Veränderungen vorgegangen, die aber kaum von außen zu bemerken sind, es gehört dahin der Neubau des Hinterhauses L.81 in der Kruggasse, welcher von diesem Standpunkte kaum sichtbar ist, sodann der in Benutzung genommene Raum des Hinterhauses Kruggasse 10, L.82, dessen Thore, sonst immer geschlossen, nun zu einem kleinen Steinkohlenlager führt und deßhalb nun etwas mehr die Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Die Seite des Hauses, an der es sich befindet, schließt die Gasse ab.
Das Haus Bieberstein, Schnurgasse 39, L.80 bildet das Eck mit dem Gäßchen und da der Tragstein unter dem ersten Stock, einen Biber darstellend, fälschlich für eine Ratte gehalten wurde, so mag dieser Umstand wohl die Veranlassung zu der Benennung Rattengasse gewesen seyn, in älteren Urkunden findet sich von diesem Namen keine Spur. Alles, was von der Mausgasse, s.d., gesagt ist, findet auch hier seine Anwendung, ebenso wie dort schaut der alte Pfarrthurm mit seiner lichtgekrönten Höhe in die enge und dunkle Gasse herab.
Band 12, Seite S13
Firneberg | Alt Firneberg | Goldnes Weinfass
Schnurgasse | Schnurgasse 8 | Gelnhäusergasse 2
H.51
15. August 1886
Ein Haus mit massivem Unterbau mit drei nach der Schnurgasse gelegenen Thüren, welche in den oberen Abtheilungen reiche Schmiedearbeit aufweisen. Der unter dem Ueberhang des ersten Stocks auf dem Eck mit der Gelnhäusergasse sich befindende Tragstein stellt die halbe Figur eines Engels dar, welcher zwei Wappenschilder hält, auf deren vorderem Goldne Kanne, Kanaan?, auf dem hinteren die Abb. eines Fasses trägt, unter welchem die Buchstaben J. S. C. eingehauen sind. Auf dem oberen Theile des Tragsteines befindet sich die Inschrift „An Gottes Segen, ist alles gelegen.“
Aller Wahrscheinlichkeit nach verdankt das Haus dem Anfange des vorigen Jahrh. seine Entstehung; bei dem ungeheuren Brande von 1719 wurde es jedoch von den Flammen verschont, wie der kleine, höchst zuverlässige Brandplan von Köllner nachweist. Die Steinhauerarbeit an dem unteren Stock ist reich, aber ziemlich roh, dagegen haben die oben erwähnten Gitter zierliche Formen.
Batton giebt Band III. p. 27 darüber weitere Nachrichten.
Siehe auch:
Band 12
7. September 1886
An dem an das Haupthaus sich anschließenden älteren Gebäude habe ich bei genauerer Untersuchung gefunden, daß der steinerne Unterbau aus den Abbruchstücken eines viel älteren Baues aufgeführt ist; wie es scheint, war derselbe gleichzeitig mit dem Thorhaus, indem an den Bruchstücken spätgoth. Profile vorkommen, theils aus Sandstein, theils aus blauen Bockenheimer Steinen.
An diesem Hause war ein Gewölbe angeschlossen, das gleichzeitig mit ihm erbaut scheint und die Bauweise des 18. Jahrh. zeigt. Bald wird alles verschwunden seyn.
Vor dem Haupthause steht ein aus dem Anfang des vorigen Jahrh. herrührender Bau, über dessen Eingangsthür [sich] in Stein gehauen das Textor‘sche Wappen befindet, s. d. Artikel Friedbergergasse, Textor‘sches Haus.
Auch diesem Gebäude droht der Untergang und schwindet mit ihm der letzte Rest der Erinnerungen an die Familie Textor und Goethe. Die Nebenbauten um das Haupthaus herum und nach der Stelzengasse hin liegen alle bereits nieder, und ist die ganze Stätte bald nicht wieder zu erkennen.
Siehe auch:
Band 12, Seite S21
Katzenellenbogen
Saalgasse | Saalgasse 5
M.113
6. Mai 1882
Ein sehr altes Haus mit einem engen Hofe, welcher durch eine Brandmauer, in der sich tiefe Blenden befinden, von dem Nebenhause 7 geschieden ist. Das Vorderhaus steht auf einem weiten Schwibbogen, welcher nach dem Hofe zu mit einem Dach überbaut ist, unter welchem sich der Kellereingang befindet. Im Hofe steht ein Treppenthurm, welcher zu den oberen Stockwerken des Hinterhauses führt; er ist sechseckigt und hat eine mit einem flachen Bogen überdeckte Thüre, in deren Sturz die Jahreszahl 1596 eingehauen ist. Die Fenster des Thurmes haben abgeschrägte, mit der Richtung der Treppe parallell gewänderte Fenster und sind die Profilirungen an denselben sowie an der Thüre zwar einfach, aber sorgfältig ausgeführt. Der Hof macht einen höchst alterthümlichen Eindruck und finden sich wenige solcher Localitäten mehr hier am Platze vor. Die Wände der Gebäude sind theilweise mit Schiefersteinen beschlagen, das Holzwerk ist roth angestrichen und von Alter und Rauch gebräunt, s. Abb.
Das Haus hat einen Ausgang durch eine mit einem Spitzbogen überdeckte Thüre mit einer hohen steinernen Treppe davor, in das kleine, in die Metzgergasse, vormals Spitalsgasse mündende Gäßchen, s. Ab. [R0353]
In diesem Gäßchen liegt auch das Hinterhaus, welches eine Seite davon bildet, dessen Beschreibung
Band 12, Seite S25
Schellgasse | Schellgasse | Schulstraße 6
O.31
24. Mai 1883
Eine Gartenthüre mit einem zierlichen Gitter von Schlosserarbeit, welche in ihrem Sturz ein Wappen trägt: ein Mann, der einen Anker hält mit der Inschrift H. Garkoch des Raths.
Sie gehört zu dem Garten des Hauses Schulstraße 6, Lit. O.31, der hier und bei der weiter unten beschriebenen Stelle einen Ausgang hat, ist schon seit langer Zeit außer Gebrauch und hinter dem Gitter mit Brettern zugenagelt, s. Abb. [RS0229]
Die zweite erwähnte Ausgangsthüre jenes Gartens mündet ebenfalls in die Schellstraße [Schellgasse] bei dem Hause 9, Lit. O.33, mit dem sie einen Winkel bildet. In oder vielleicht über ihrem Sturz ist ein Sandstein eingemauert, welcher das Mainzer Wappen trägt mit der Jahreszahl 1659 und den Buchstaben J. S. M. M. S. M., s. Abb. [RS0221] Der Stein ist sehr verwittert, aber technisch vortrefflich ausgeführt.
Diese Thüre ist noch im Gebrauch.
Band 12, Seite S35
Alte Welt
Schäfergasse 13
C.152
14. Januar 1882
So eben werden der alterthümliche Mittelbau nebst den Hinterhäusern niedergelegt und somit jede Spur des frühen Aussehens ausgetilgt. S. Abb.
Siehe auch:
Band 12, Seite W3
Weißfrauenkirche | Weißfrauenkirche
[I.245b]
4. April 1884
Bei Gelegenheit des Abbruchs der an der Ostseite der Kirche stehenden niedrigen Häuser zeigte sich in der Altarwand der Kirche ein mit einem rundbogigen Sturz überdecktes Fenster, das jedoch vermauert ist, so daß nur nach außen eine tiefe Blende sichtbar geblieben ist. Welcher Zeit es angehört, konnte ich bis jetzt noch nicht ermitteln. Da das Kloster aus dem 12. Jahrh. stammt, so könnte es leicht ein Ueberrest einer der ältesten Bauten seyn; doch wage ich es nicht, darin eine bestimmte Entscheidung auszusprechen.
Siehe auch:
Band 12
15. Februar 1883
Der alte Ziehbrunnen ist noch vorhanden und nunmehr ganz blosgelegt. Der Kranz besteht aus mächtigen Werkstücken von blauem Stein, die Pfeiler sind umgeworfen, und die sämtlichen Wände des Hauses und der Hofmauern der Erde gleich. Die ganze Gegend wird dadurch so verändert, daß man nur mit großer Mühe sich zurecht findet.
[Zu den Buchstaben X, Y und Z gibt es keine Nachträge C. K.]
Band 12.2
Der Brunnen auf dem golden Löwenplätzchen
er steht noch und trägt das Bild eines Löwen in Stein gehauen auf dem Pumpenstock.

Band 12.2, Seite 6
Röhrbrunnen mit einem langen steinernen Trog, in welchen aus zwei Röhren Wasser strömte; kurz nach seiner Versetzung wurde der Trog entfernt, so daß nur noch die Säule mit dem Adler übrig geblieben ist.