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Bild von Reiffenstein
Carl Theodor Reiffenstein (1820-1893)
Landschaftsmaler und Frankfurter Bildchronist
Reiffensteins „Sammlung Frankfurter Ansichten“ gehört zum Gründungsbestand des Historischen Museums. Der Künster verkaufte sie 1877 der Stadt. In 2.000 Aquarellen und Zeichnungen sowie auf 2.400 Manuskriptseiten hielt er das alte Frankfurt fest.

Suchergebnis für Stein

Band 12, Seite F17
Kleine Arche
Fahrgasse | Fahrgasse 45
L.26
21. Juli 1883
Die äußere Seite des Hauses ist ziemlich unverändert, bis auf die Fenster. Ein geschmackvoller Tragstein mit einem Kopf steht ebenfalls unter dem ersten Stock, wie auch die sonstigen Ornamente des steinernen Unterbaus noch erhalten sind. Ein kleines, höchst charakteristisches Zwerghaus befindet sich auf dem Dach, was noch ganz seine Originalform beibehalten hat.
Band 12, Seite G3
Salzhaus | Pelican
Kl. Hirschgraben | Kl. Hirschgraben 12 | Kl. Hirschgraben 14 | Am Salzhaus 1
F.76
10. März 1890
Seit einiger Zeit wird das untere Geschoß des Hauses nach der Straße „Am Salzhaus“ hin zu Läden eingerichtet und wurden die zum Theil recht geschmackvollen Steinhauerarbeiten erbarmungslos zertrümmert und somit das Ansehen des Hauses bedeutend geschädigt.
Siehe auch:
Band 12, Seite G5
Feuerfunke
Große Gallengasse | Gr. Gallengasse 1
E.3
10. März 1890
Das Vorderhaus mit dem Erker auf der Ecke ist soeben in vollem Abbruch und bereits bis auf den 1ten Stock niedergelegt. Bei dieser Gelegenheit gehen auch die beiden Wappenschilde außen an der Brandmauer, s.d. zu Grunde sowie auch das Gewölbe neben dem Thoreingang. Große Veränderungen stehen der ganzen Gegend bevor und ist nicht abzusehen, was die Zukunft bringen wird.
Siehe auch:
Band 12
30. Oktober 1887
Soeben finde ich bei einer abermaligen Besichtigung der Baustätte, daß im ersten Stock des Thurmes eine Oeffnung für eine Thür gebrochen ist, um von da aus, wahrscheinlich über eine Gallerie, einen Zugang zu gewinnen, was den mittelalterlichen Eindruck ganz außerordentlich schädigt, sodann ist das rundbogige Thor in ein Zimmer od. Laden verwandelt und nur daneben ein schmaler Eingang in zu dem Hofe geblieben. Der verzierte Stein neben dem Thore mit dem Haken für den Ziehbrunnen ist herausgebrochen und liegt im Hofe im Schutt.
Der ganze Eindruck ist durch diese Umgestaltung vernichtet.
Siehe auch:
Band 12, Seite H9
Stosshof
An den Höfen
E.43
14. September 1887
Nur das Thorhaus und die dicht daran stoßenden Gebäude sind noch in alterthümlichen Zuständen, namentlich das Innere des Thorweges und die nach dem Hof gekehrte Seite der Häuser, welche viel charakteristische Einzelheiten aufweisen. Die Seite der Thor[...], welche in den Hof des gelben Hauses E.42 stößt, s.d. ist auf der Abb. [R1650] genau zu sehen und trägt fünf aus der Mauer heraustretene Tragsteine, deren zwei hinterste mit in den Stein gehauen Wappen versehen sind. Näheres darüber in der Beschreibung von E.42.
Das alte Pfarrhaus sieht mit seiner Rückseite in den Hof und giebt demselben ein eigenthümliches Aussehen, s. Ab. Band V. 1525.
Siehe auch:
Band 12, Seite H11
Alte Helle
Höllgasse | Höllgasse 11
M.197
14. Juni 1884
Das Vorderhaus mit steinernem Unterbau stammt aus dem Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrh. Das Hinterhaus ist jedoch viel älter, was eine in sein unterstes, nur einen einzigen Raum bildendes Stockwerek führende, mit einem Spitzbogen überdeckte Thüre bekundet, welche gleich den steinernen Fenstereinfassungen auf eine viel frühere Zeit hinweisen. Das Haus wird schon im Jahr 1304 od. [130]7 bei Böhmer Cod. 363 als bestehend erwähnt. Batton gedenkt seiner nur beiläufig und als mit dem Nebenhause zur Waage vereinigt, gegenwärtig sind die beiden Häuser getrennt, jedoch findet sich im Keller eine vermauerte Thüre, welche in den Keller des ebenerwähnten Hauses führte. Oben an einer Brandmauer des Vorderhauses soll sich ein Stein mit der eingehauenen Jahreszahl 1679 befinden, wie mir Herr Cronau, der jetzige Miether sagte.
Die Abb. [R1623] zeigt den obenerwähnten Raum, dessen Fenster in ein hinter dem Hause herziehendes, zur Wage gehöriges Höfchen münden. Sie sind stark vergittert, wie auch ein kleines Luftloch neben der Eingangsthüre und giebt überhaupt
Band 12, Seite J3
Judenmauer
Hinter der Judenmauer | am Rothen Thor
B.17 | B.18
21. April 1882
An dem Thorbogen im Schlußstein die J ahreszahl 1718. Der Bogen schließt dicht an den des rothen Thores an, welcher die heb[räische] Jahreszahl trägt und scheint mit demselben gleichzeitig erbaut zu seyn, trotzdem daß die heb[räische] Zahl 1714 heißen soll. Bautechnisch ist wohl eine Trennung des Aufbaus beider Thore zu verschiedenen Zeiten nicht wohl möglich, wie der Augenschein lehrt, indem sie ein gemeinschaftliches Gewand haben, das aus zwei längligen Steinen besteht. Die Zahl 1718 war lange Jahre durch ein Firmenschild verdeckt und ist nun seit einiger Zeit freigelegt.
Band 12, Seite J17
Steinernes Haus
Judengasse
B.109
14. März 1887
Seit einigen Tagen hat der Abbruch des Hauses begonnen und sind zu diesem Behufe bereits die Fenster ausgehoben und bereits ein Theil des Daches abgedeckt. Mit ihm verschwindet der letzte Theil der Häuser dieser Straße, welche nun sämmtlich, das v. Rothschild‘sche Besitzthum ausgenommen, das aus zwei Häusern bestehend, um es zu erhalten, abgebrochen und einige Fuß zurückgestellt, wieder aufgebaut wurde, der Vernichtung anheimgefallen sind, fanden zur Zeit durch mich ihre Besprechung und soweit es für mich im Bereich der Möglichkeit lag, genaue Beschreibung.
Band 12
Hebräische Inschrift am Rothen Thor
und den im Hintergebäude erscheinenden, nach dem Viehhof hin fahrenden Hinterhäusern der rechten Seite der Judengasse, dieselben sind höchst malerisch und werden es immer mehr, weil für ihre Unterhaltung nichts mehr geschieht und sie bald völligen Ruinen gleichen.
Was nun die Heb[räische] Inschrift betrifft, so hatte der gelehrte Rabbiner Dr. Horowitz die Güte, mir dieselbe zu erklären und mir zu berichten, daß sie die Jahreszahl 1714 darstellte, was augenscheinlich die Erbauungszeit anzeigt, indem nach dem furchtbaren Brande von 1711, wie es allen Anschein hat, die ganze Gegend verwüstet wurde und der Neubau dieser Localitäten nunmehr stattfand. S. die einschlägigen Notizen.
In der ganzen Gegend liegen Steine der damals zerstörten Bauten umher, welche ein ziemlich hohes Alter datiren.

[MZ_12-1]
[Berechnungsschema für die Umrechnung von jüdischen Jahreszahlen S. E.:]
6. 643 1882
5. - 475 - 168
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168 1714
Band 12
23. April 1882
Ein Theil der Mauer, in welcher das Thor sich befindet, ist bereits niedergelegt, das Thor steht noch, wird aber nicht mehr lange seinen Platz behaupten können. Es war eine der malerischsten Stellen in der ganzen Stadt und mit seinem Verschwinden, das natürlich noch eine Menge Veränderungen nach sich zieht, wird dieser Theil der Judenmauer ein ganz anderes Aussehen gewinnen.
Am Ende der Mauer, dem rothen Thore gegenüber, befand sich eine kleine Pforte, welche mit Steinen jetzt zugesetzt ist, sie ist noch ganz deutlich zu erkennen und liegt ziemlich nah an dem kleinen Hause B.29. [Leerstelle] An dieser Stelle liegen auf der inneren Seite die Steine der bei dem Brande von 1711 zu Grund gegangenen Synagoge, welche hierhergeschafft wurden