bestreichen, und an ihrer westlichen Außenseite finden sich mehrere Kreuze von Sandstein eingemauert.
An der Südwestseite des Thurmes ist ein in rothem Sandstein außerordentlich rein und scharf ausgeführter Reichsadler angebracht, welcher zwei Schilde mit städt. Adlern in seinen Klauen hält. Ueber ihm auf demselben Stein die Jahreszahl 1470.
Trotzdem daß er auf der Wetterseite steht. ist er ganz vortrefflich erhalten. Der Thurm sowie einzelne Theile der Ringmauer, der in derselben gelegene Ziehbrunnen, dem in einer nach außen halbrund vortretenden Nische ein Platz angewiesen ist, sowie das neben ihm befindliche spitzbogige Pförtchen rühren noch aus der ersten Anlage her, das Thürchen dagegen, welches neben dem Wohnhause in der Ringmauer sich befindet, verdankt in seiner jetzigen Gestalt seine Entstehung dem oben erwähnten durchgreifenden Neubau. Der Ziehbrunnen war seit langer Zeit von außen mit einem Schieferdache geschützt und wahrscheinlich auch bei jenem Umbau mit einem steinernen Deckel versehen worden und durch eine hineingestellte Pumpe zugänglich gemacht, daneben hing an einem eiserner Löffel zum Trinken. Er wurde viel von den im Felde beschäftigten Arbeitern sowie von den Vorüberziehenden benutzt. Im Laufe der Zeiten wurden die Gebäude sowohl als die Umgebung vielfachen Veränderungen und Reparaturen unterworfen, wie ich denn mich noch aus dem Jahr 1836 des Bestehens von Mauerresten der äußeren Umfassung sowie der Gräben recht gut erinnere.
Von dem Thurm aus ist die Aussicht überraschend; nach Süden liegt die Bergstraße, Melibocus u.s.w. vor uns, dann folgen in weiter Ferne die Vogesen, die Haardt, der Donnersberg, die Gebirge bei Kreuznach (Goar und Rheingrafenstein), alsdann